Göttinger Tango-Info Nr. 46 - Oktober 2010

Siempre existirá Buenos Aires

Música: Carlos Cutaia

A Ema y al Cuchi Leguizamón
 

Habrá que venir y pisar
estas veredas.
La gente cambió
y cambió el barrio:
ahora
los chicos, el potrero,
la canchita y el kiosko
con los vagos en la esquina
todo, todo son otra cosa.

Habrá que venir y pisar
estas veredas
de los nuevos edificios
con dentaduras de bronce
y espejos de cielo amurallado
donde cuelan asfalto
y baldosas siempre rotas
con la mugre perpetua
que enjuaga negocios y política
y una felicidad
que tan sólo
se sale a buscar
en los avisos reclasificados.
Habrá que venir y pisar
estas veredas
para oír las hojas
cuando crujen sucias de vida
golpeadas, golpeadas, golpeadas
por el otoño que las cruzó
en Congreso
y las tiró por Ayacucho.

Habrá que venir y pisar sobre
este Buenos Aires

te dije un día, allá, tan lejos
estábamos
colgados sobre el balcón
del mundo
y era también un atardecer de
hojas y papeles
rodando, rodando, rodando
y yo nada veía
aunque era otoño como hoy
pero entonces besaba y me
besabas
y eso era la ciudad, otra
ciudad igual,
engañera, como ésta, pero en
su luz
de aros y alegría y tragos de
vino.

El amor de otoño es más firme
el amor de otoño era más mío
porque se levantó sobre tu risa
desde la ausencia
cuando todo, todo, todo
ha vuelto a crujir a mis pies
cuando te miro y te recorro
como esas aguas que
un día habrán de cruzar el umbral
para inundarnos
por lo que te digo
Buenos Aires,
otra vez, siempre existirá.

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Spiegelfassaden-1
Spiegelfassaden-2

Alte Häuser vor neuen Spiegelfassaden in Buenos Aires

Buenos Aires wird immer bestehen

Musik: Carlos Cutaia

An Ema und Cuchi Leguizamón
 

Man muss kommen
und diese Bürgersteige betreten.
Die Menschen haben sich geändert,
und geändert hat sich das Stadtviertel;
jetzt
sind die Kinder, der Spielplatz
in der Brache,
der kleine Bolzplatz und der Kiosk
an der Ecke mit den Pennern...
ach, alle, alle Dinge sind anders
geworden.

Man muss kommen
und diese Bürgersteige betreten
vor den neuen Gebäuden
mit bronzenen Gebissen
und Spiegeln mit befestigten Himmeln
wo der Asphalt
und die immer kaputten Fliesen
mit dem beständigen Dreck
verzerrt werden,
der Geschäfte und Politik überspült
und ein Glück,
das man nur
in den
neu klassifizierten Anzeigen sucht.
Man muss kommen
und diese Bürgersteige betreten
um die Blätter zu hören
wenn sie rascheln, schmutzig vom Leben,
geschlagen, geschlagen, geschlagen
vom Herbst, der sie übereinander warf
am Kongress
und sie nach Ayacucho trieb.

Man muss kommen
und über dieses
Buenos Aires schreiten

sagte ich dir einmal, dort,
weit in der Ferne,
als wir über dem Balkon
der Welt hingen
und es war auch eine
Abenddämmerung
von Blättern und Papieren
rollend, rollend, rollend,
und ich sah nichts
obwohl es Herbst war wie heute
aber damals küsste ich,
und du küsstest mich
und das war die Stadt,
eine andere gleiche Stadt,
trügerisch wie diese,
aber in ihrem Licht
aus Ringen und Freude
und Schlucken Wein.

Die Liebe des Herbstes
ist beständiger,
die Liebe des Herbstes
war mehr die meine,
weil sie sich erhob auf
deinem Lachen
aus der Abwesenheit
wenn alles, alles, alles
wieder zu meinen Füssen knirscht
wenn ich dich betrachte
und dich durchquere
wie diese Wasser, die
eines Tages die Schwelle kreuzen
werden,
um uns zu überschwemmen,
denn ich sage dir
noch einmal:
Buenos Aires
wird immer bestehen.

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TANGO PRODUCTIONS Ulrike & Eckart Haerter